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In der Aromatherapie
wird mit ätherischen Ölen,
Hydrolaten und Pflanzenölen
gearbeitet

Was sind ätherische Öle?

Ätherische Öle enthalten Stoffe, die der Pflanze dazu dienen können, Insekten zur Bestäubung anzulocken, Schädlinge fernzuhalten und gegen Krankheiten zu schützen, die z. B. durch Bakterien oder Pilze hervorgerufen werden. Es sind leicht verdampfende Extrakte aus Pflanzen oder Pflanzenteilen, die einen starken, für die Herkunftspflanze charakteristischen Geruch haben. Sie bestehen aus einer grossen Anzahl verschiedener Inhaltsstoffe. Die Vielseitigkeit der pflanzlichen Essenzen erschliesst sich jedoch aus dem Zusammenspiel der einzelnen Inhaltsstoffe. Eigenschaften ätherischer Öle lassen sich nicht nur aus den Einzelstoffen ableiten. Starke synergetische Effekte machen jedes Öl zu etwas Eigenständigem.

 

 

Das gebräuchlichste Verfahren zur Gewinnung von ätherischen Ölen ist die Wasser-(dampf)destillation. Dazu wird Pflanzenmaterial in einen Brennkessel geschichtet, der Kessel verschlossen und heisser Wasserdampf eingeblasen. Der Dampf löst die lipophilen (fettlöslichen) Moleküle aus der Pflanze (äth. Öl). In einem gekühlten Rohr kondensiert das Öl-Wasser-Gemisch und bei der abschließenden Abkühlung trennt sich in einem Auffangbehälter das Öl vom Wasser. Das ätherische Öl schwimmt auf und kann abgeschöpft werden. 

Es ist ein wesentliches Merkmal von äth. Ölen, dass ihre Moleküle aufgrund ihrer geringen Grösse durch die Zellmembranen und durch die Haut hindurchgehen und auf diese Weise wirken. Durch die Haut gelangen die Wirkstoffe in's Lymphsystem und in den Blutkreislauf und können so ihre Wirkung entfalten.

Eine andere Möglichkeit ist die Aufnahme durch die Nase. Hier werden die äth. Öle einerseits durch die Schleimhäute der Atemwegsorgane aufgenommen und gelangen so in den Blutkreislauf. Andererseits kann der Duft über das Gehirn Einfluss nehmen. Über Nerven und Blutkreislauf setzen die Duftmoleküle Reize im Gehirn und wirken dort im lymbischen System. 

Über den Magen sollten äth. Öle nur in Form von Nahrungsmittel (Pflanzen, Gewürze) aufgenommenwerden. Von äth. Öle pur oder in Wasser "verdünnt" (was ja ohne Emulgator gar nicht geht) einzunehmen, wird dringenst abgeraten oder nur in Zusammenarbeit mit einer professionell ausgebildeten Aromafachperson. Deine Leber dankt es dir!

 

Wie werden äth. Öle gewonnen?

Wie werden äth. Öle aufgenommen?

Als Nebenprodukt bei der Destillation fällt Wasser an, dies nennt sich Hydrolat. Im Gegensatz zum äth. Öl befindent sich im Hydrolat die wasserlöslichen Molekül der Pflanze. Die Einsatzgebiete der duften Pflanzenwässer sind noch nicht weit verbreitet. Es gibt kaum wissenschaftliche Erkenntnisse über die Heilwirkung der Hydrolate. Jedoch ergänzen Hydrolate äth. Öle perfekt, da sie sanfter wirken. Vor allem die Baby- und Hautpflege profitiert von Hydrolaten enorm. 

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